Warum Pharmaunternehmen mehr als nur einzelne Ausrüstungslieferanten suchen
Im Zuge der Weiterentwicklung der pharmazeutischen Produktion blicken die Betriebe über einzelne Anlagen hinaus und richten ihr Augenmerk auf integrierte Wasserlösungen, die Effizienz, Nachhaltigkeit, Widerstandsfähigkeit und langfristige Leistungsfähigkeit verbessern. Diese Entwicklung verändert nicht nur die Herangehensweise der Hersteller an das Thema Wasser, sondern auch ihre Erwartungen an die Partner, die sie dabei unterstützen.
Die pharmazeutische Produktion war schon immer auf Wasser angewiesen. Heute ist Wasser jedoch weit mehr als nur ein Versorgungsgut – es wird zunehmend als strategische Ressource betrachtet, die sich unmittelbar auf die Produktionskontinuität, Nachhaltigkeitsziele, betriebliche Effizienz und die langfristige Widerstandsfähigkeit des Unternehmens auswirkt.
Da die pharmazeutische Produktion weltweit weiter wächst, stehen die Produktionsstätten unter zunehmendem Druck, ihren Wasserverbrauch zu senken, die Ressourceneffizienz zu verbessern, den sich wandelnden Umweltanforderungen gerecht zu werden und eine zuverlässige Versorgung mit kritischen Betriebsmedien sicherzustellen. Gleichzeitig setzen sich viele Unternehmen ehrgeizige Ziele im Bereich Wassermanagement und Nachhaltigkeit, die weit über die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften hinausgehen. Die Sorge um Wasserknappheit, klimabedingte Störungen und der zunehmende Wettbewerb um Süßwasserressourcen veranlassen Pharmahersteller dazu, die Wasserbewirtschaftung in ihren Betrieben neu zu überdenken.
Dieser Wandel verändert die Art und Weise, wie Pharmaunternehmen ihre Wasserinfrastruktur bewerten, und erklärt, warum viele von ihnen zunehmend über einzelne Anlagenlieferanten hinaus nach Partnern für integrierte Lösungen suchen.
Die Herausforderung bei der traditionellen Beschaffung von Versorgungsleistungen
In der Vergangenheit haben pharmazeutische Betriebe Wasseraufbereitungsanlagen, Pumpen, Messgeräte, Steuerungen, Lagersysteme und Serviceleistungen von verschiedenen Anbietern bezogen.
Zwar verfügt jeder Anbieter über Fachwissen in einem bestimmten Bereich, doch sind häufig die Anlagenbetreiber und Ingenieurteams für die Koordination des Gesamtsystems verantwortlich. Ingenieurbüros müssen Technologien zahlreicher Anbieter integrieren. Beschaffungsteams verwalten die Beziehungen zu mehreren Lieferanten. Das Betriebspersonal ist während der gesamten Lebensdauer der Anlage oft auf verschiedene Dienstleister, Ersatzteilbestände und Supportstrukturen angewiesen.
Da Anlagen immer größer und komplexer werden und der Fokus zunehmend auf betrieblicher Effizienz liegt, stellen viele Unternehmen fest, dass die Optimierung einzelner Komponenten nicht mehr ausreicht. Die Herausforderung besteht nicht mehr darin, die besten Anlagen auszuwählen, sondern sicherzustellen, dass alle Systeme zusammenwirken, um übergeordnete betriebliche Ziele zu erreichen.
Warum Wasser zu einer strategischen Ressource in der Arzneimittelherstellung geworden ist
In der gesamten Pharmaindustrie wird Wasser zunehmend als geschäftskritische Ressource anerkannt.
Die Wasserverfügbarkeit kann sich unmittelbar auf die Produktionskapazität, die Betriebskontinuität und letztlich auf die zuverlässige Versorgung mit Arzneimitteln auswirken. Angesichts der weltweit zunehmenden Arzneimittelproduktion ist Wasser in vielen Regionen, in denen die Verfügbarkeit von Süßwasser langfristig nicht gewährleistet werden kann, zu einem Ressourcenrisiko geworden.
Gleichzeitig entwickeln sich die rechtlichen Rahmenbedingungen weiter, um eine effizientere Wassernutzung, die Wiederverwendung von Wasser und die Kreislaufwirtschaft zu fördern. Regierungen und Branchenverbände legen zunehmend Wert darauf, den Wasserverbrauch zu senken, das Abwasseraufkommen zu minimieren und die Ressourceneffizienz in allen industriellen Betrieben zu verbessern.
Infolgedessen erweitern sich die Gespräche, die sich einst ausschließlich auf die Erzeugung von Wasser in pharmazeutischer Qualität konzentrierten, nun auf folgende Themen:
- Verantwortungsvoller Umgang mit Wasser
- Kreislaufwirtschaft und Wiederverwendung von Wasser
- Optimierung der Versorgungsleistungen
- Energieeffizienz
- Reduzierung des Abwasseraufkommens
- Nachhaltigkeitsinitiativen
- Operative Widerstandsfähigkeit
- Leistung über den gesamten Lebenszyklus
Diese Prioritäten erfordern eine umfassendere Perspektive, als sie eine einzelne Technologie bieten kann.
Der Aufstieg des verantwortungsvollen Umgangs mit Wasser in der pharmazeutischen Produktion
Führende Pharmahersteller integrieren den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser zunehmend in ihre langfristigen Nachhaltigkeitsstrategien.
Unternehmen aus der gesamten Branche haben messbare Ziele in Bezug auf Wasserverbrauch, Abwasserreduzierung, Wasserwiederverwendung und den Schutz von Wassereinzugsgebieten festgelegt. Diese Initiativen werden nicht nur durch Umweltverpflichtungen vorangetrieben, sondern auch durch die Erkenntnis, dass eine widerstandsfähige Wasserinfrastruktur für zukünftige Produktionsabläufe unerlässlich ist. Da Industrieanlagen, Gemeinden, Energieerzeuger und andere Wassernutzer oft auf dieselben Wassereinzugsgebiete angewiesen sind, gewinnen die Senkung des Wasserbedarfs und der Schutz gemeinsamer Wasserressourcen zunehmend an Bedeutung, um die Widerstandsfähigkeit zu stärken und zukünftige Wasserknappheit oder den Wettbewerb um endliche Ressourcen zu vermeiden.
Wassermanagement geht über die reine Verbrauchsreduzierung hinaus. Im Mittelpunkt stehen dabei das Verständnis der Wasserströme innerhalb einer Anlage, die Ermittlung von Möglichkeiten zur Rückgewinnung und Wiederverwendung wertvoller Ressourcen sowie die Optimierung des gesamten Wasserlebenszyklus, um die Effizienz zu maximieren und gleichzeitig die Produktqualität und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu gewährleisten.
Für Pharmahersteller bedeutet dies, dass sie Wassersysteme als miteinander vernetzte Anlagen und nicht als isolierte Technologien betrachten müssen.
Optimierung des gesamten Wasserlebenszyklus
Die größten Verbesserungsmöglichkeiten liegen oft eher zwischen den Systemen als innerhalb derselben.
Eine moderne pharmazeutische Versorgungsinfrastruktur ist ein vernetztes Ökosystem, das aus Vorbehandlungstechnologien, Umkehrosmoseanlagen, Wasserenthärtungsanlagen, Speicher- und Verteilungssystemen, der Aufbereitung von Wasser für Injektionszwecke (WFI), der Reindampferzeugung, Pumpensystemen, Überwachungstechnologien, Steuerungssystemen und Wasserrückgewinnungsverfahren besteht.
Betrachtet man das System als Ganzes, lassen sich in Unternehmen häufig Möglichkeiten erkennen, Wasser zurückzugewinnen, Abfallströme zu reduzieren, die Leistung der Versorgungsanlagen zu verbessern und die Betriebskosten zu senken.
Bei einer Bewertung der Wasserrückgewinnung in der pharmazeutischen Industrie führte ein systemweiter Ansatz dazu, dass die Gesamtrückgewinnungsrate von 54,5 % auf 77 % gesteigert wurde, während gleichzeitig der Frischwasserbedarf der Anlage um 29 % und die in die Kanalisation geleitete Wassermenge um 64 % reduziert wurden. Anstatt sich auf einen einzelnen Prozessschritt zu konzentrieren, wurden Verbesserungen dadurch erzielt, dass mehrere Versorgungsströme bewertet und Möglichkeiten zur Wasserrückgewinnung und -wiederverwendung in der gesamten Wasserinfrastruktur ermittelt wurden.
Diese Art der Optimierung verdeutlicht einen wichtigen Wandel, der sich branchenweit vollzieht: Hersteller betrachten zunehmend, wie Systeme miteinander interagieren, anstatt Technologien isoliert zu bewerten.

Warum sich Pharmahersteller für integrierte Wasserlösungen entscheiden
Da Pharmaunternehmen und Ingenieurbüros eine ganzheitlichere Sichtweise auf das Wassermanagement einnehmen, wird der Wert von Anbietern integrierter Lösungen immer deutlicher.
Ein ganzheitlicher Ansatz kann dazu beitragen, die Projektdurchführung zu vereinfachen und gleichzeitig Möglichkeiten für eine umfassendere Systemoptimierung über den gesamten Lebenszyklus der Anlage hinweg zu schaffen.
Zu den potenziellen Vorteilen zählen:
- Abgestimmte Technik und Konstruktion
- Weniger Schnittstellen zu Lieferanten
- Verbesserte Integration von Versorgungsdiensten
- Verbesserte Möglichkeiten zur Wasserrückgewinnung
- Optimierte Projektabwicklung
- Zuverlässiger Service und Support
- Bessere Transparenz der Betriebsabläufe
- Verbesserte Nachhaltigkeitsleistung
- Unterstützung für Initiativen zum verantwortungsvollen Umgang mit Wasser
- Verbesserter Schutz der Wassereinzugsgebiete
Vor allem sind integrierte Partner oft in der Lage zu beurteilen, wie sich Entscheidungen, die in einem Bereich der Anlage getroffen werden, auf die Leistung an anderer Stelle im System auswirken.
Anstatt sich ausschließlich auf die Wasseraufbereitung zu konzentrieren, können Partner für integrierte Lösungen ihren Kunden dabei helfen, das gesamte Ökosystem der pharmazeutischen Wasserversorgung zu optimieren.
Warum MECO zu Grundfos wird
MECO wurde im November 2021 von Grundfos übernommen, wodurch die jahrzehntelange Erfahrung von MECO im Bereich der Wasseraufbereitung für die Pharmaindustrie mit der weltweiten Marktführerschaft von Grundfos bei Wasser- und Pumpenlösungen vereint wurde.
Seitdem hat sich die Pharmaindustrie kontinuierlich in Richtung eines stärker integrierten Ansatzes für das Wassermanagement weiterentwickelt. Die Hersteller blicken zunehmend über einzelne Technologien hinaus und prüfen, wie Wasseraufbereitung, Pumpen, Steuerungen, Überwachung, Wasserwiederverwendung und Lebenszyklusunterstützung zusammenwirken können, um die Effizienz, Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit ihrer gesamten Betriebsabläufe zu verbessern.
Gleichzeitig hat Grundfos seine Kompetenzen im Bereich der Wasseraufbereitung weltweit weiter ausgebaut. MECO ist nun Teil des wachsenden globalen Netzwerks von Grundfos im Bereich Wasseraufbereitung, das spezialisierte Technologien und Kompetenzen bündelt, um den gesamten Wasserlebenszyklus abzudecken. Zu diesem Netzwerk gehören Unternehmen wie Water Works, Newterra, Grundfos Water Treatment Europe (früher bekannt als Eurowater, das ehemalige europäische Geschäftsfeld für gewerbliche und industrielle Wasseraufbereitung von Culligan) sowie EUWA, die jeweils Fachwissen zu verschiedenen Wasseraufbereitungsanwendungen und Branchen einbringen.
Gemeinsam tragen diese Kompetenzen dazu bei, dass sich Grundfos über einzelne Anlagen und Technologien hinaus zu einem umfassenderen Angebot an Wasserlösungen weiterentwickelt – von der Wasseraufbereitung über Prozessanwendungen, Wasserrückgewinnung und -wiederverwendung bis hin zur Abwasserbehandlung und Unterstützung während des gesamten Lebenszyklus.
Für MECO und unsere Kunden aus der Pharmabranche ist der Wechsel zu Grundfos der nächste Schritt auf diesem Weg. Auch wenn sich unser Name ändert, bleibt unser Engagement für Innovation, technische Exzellenz, Produktqualität, erstklassigen Service und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden unverändert.
Sind Sie bereit für einen stärker integrierten Ansatz beim pharmazeutischen Wasser?
Ganz gleich, ob Sie eine neue Anlage planen, Ihre Produktion ausbauen oder nach Möglichkeiten suchen, die Wassereffizienz in Ihrem bestehenden Betrieb zu verbessern – unser Team unterstützt Sie gerne bei der Bewertung des gesamten Wasserlebenszyklus.
Nehmen Sie Kontakt zu unseren Experten für pharmazeutische Wasseraufbereitung auf, um Ihr nächstes Projekt zu besprechen und zu erfahren, welche Möglichkeiten ein integrierter Ansatz für Wasseraufbereitungslösungen bietet. Kontaktieren Sie noch heute die Wasserexperten.
